30.10. San Francisco, ein Nachtrag

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Ich war ja nun schon oft in den Staaten, auch Aufenthalte von 4 Wochen Länge waren dabei. Jedes Mal, wirklich jedes Mal hab ich mich sehr angenehm und willkommen gefühlt. 10x oberflächliches Getue hin und her ( wenn ihr meint … ) ich mags und ich muss sagen dass die Menschen in San Francisco sicher die offensten waren, die herzlichsten.

Ein paar sehr schöne und lustige Momente mag ich mit euch teilen, wobei ja die Situation für euch nur durch meine Schilderung lebt. das Cable Car fahren hat uns einige witzige Erlebnisse beschert, so waren wir zb mit einem Training Car unterwegs … Video auf FB. Bei diesem Vorgang wird einem Neuling erklärt was er zu beachten und welche Klingelzeichen er zu geben hat. Die Simulation eines Hindernisses im Weg wird geübt und bei dem Vorgang ist mir das Herz in die Hose gerutscht, fährt das Cable Car im Retourgang den Hügel hinunter … schirch das … 😀

beim Umstieg auf die andere Linie , also rennen von Bahn zu Bahn weil gerade beide halten, ziehe ich ganz pflichtbewusst meinen Muni Pass aus der Tasche und halte sie dem Fahrer vor die Nase. Er, ganz lieb, umarmt mich und sagt dass er uns so und so gerade beobachtet hat und bei dieser Fahrt kam es zu einem sehr berührenden Erlebnis. Bei der nächsten Station steigt ein älteres Paar ein. Die Frau beschwert sich dass Ihr Mann sie gedrängt hat. Das alles aber merklich in Gebärdensprache. Sie schauen enttäuscht weil aussen kaum Platz ist. Also steht meine Tochter auf und ich rücke ein Stück. Die zwei machen ein strahlendes Gesicht und quetschen sich dazu.So sitzt nun der Mann mit Stadtplan und Bleistin der Hand neben mir und beim Auftauchen der Grace Cathedral zeigt er dem Fahrer den Plan, der ist irritiert ob der Taubstummheit ( sagt man das so? ) , orientiert sich am Plan, zeigt drauf und Daumen hoch. der Mann freut sich und ringelt die Kirche ein. Dann geht’s los, er tritt in Kontakt mit uns …  er schreibt Roma, Italy auf den Plan, zeigt auf sich und seine Frau und macht ein Urbi et Orbi Zeichen was auch die Affinität für Kirchen erklärt… wir schreiben ab nun auf dem Plan hin und her, lachen, versuchen mit Händen und Füssen und viel Lachen zu ergründen warum es in Rom so schmutzig und in San Francisco so sauber ist, erfahren dass sie mit 2 weiteren Taubstummen aus den USA eine Rundreise machen und wir zeichnen nach und nach am Plan Kirchen und Gesehenes ein. Irgendwann dazwischen kommt der Fahrer der gerade am anderen Ende war und er lässt ein “ hey, are you talking without me? “ los, umarmt den Mann und mich und alle lachen. schön war das <3… wir steigen alle bei der Endstation aus, da das das Bankenviertel ist und wir dieses gesehen haben gehen wir einfach zum Wiedereinstieg und wollen retour fahren. Der Mitarbeiter sieht uns wie wir versuchen einen neuen Point of Interest zu finden. Er fragt ob er helfen kann.. ja, bitte. wir wollen zur Academy of Sciences. welche Öffis sollen wir nehmen? Er läasst sofort alles liegen und stehen und geht mit mir zu einem Plan an der nächsten Busstation, hilft mir. Das passiert dir in Wien kaum bis nicht. Er plaudert nett, entschuldigt sich dass die Abfahrt der nächsten Cable Car noch dauert weil die Fahrer ihren quasi eigenen Plan haben. Beim Wegfahren sehen wir wieder den der letzten Fahrt und der klopft uns aufs Knie und schreit unserem zu „take care of them“ … 🙂

Gut, über den Mission District sind wir dann in der Academy of Sciences gelandet. Eine wirkliche Empfehlung ( anderer Beitrag folgt ) . Bei der Fahrt zurück ins Hotel haben wir den wohl nettesten Taxifahrer der Stadt erwischt. Zuerst hab ich mich fast ein bissl gefürchtet, weil er so groß und grantig ausgesehen hat, aaaaaber das war dann ein Fahrt mit einem wirklich interessanten Gespräch über die Angst der Amerikander vor Trump, dem System, dem Einblick in Geschehnisse, zeit- und sozialkritisches. So, ein paar Erlebnisse kommen noch. Ich bin heute nach der Aufregung um meinen Kater zu aufgeregt und kaputt. eine Ladung Bilder folgt, stupides Anklicken geht ^^

 

 

 

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