schwarze stille

ich sitze hier und höre das summen eines elektrogeräts, draussen zwitschern die vögel, ein rasenmäher brummt. ich sehe zwar den teils blauen himmel aber was überwiegt ist das ticken der uhr… es ist mal langsam, mal schnell …  auf jeden fall macht es die endlichkeit greifbar und klar. das löst weitere ängste aus und bringt traurigkeit.

ich habe wieder mal „so eine phase“ im leben, schlaflos, anstrengend. eine die mich quält und lähmt und mich nichts ausser kälte, trauer und wut spüren lässt. es ist schleichend gekommen, nach einem ereignis im letzten herbst hab ich die zähne zusammengebissen. aber es geht nicht lang gut, das knirschen und beissen. vor allem nicht in den dunklen und kalten monaten. dazu kommt der umstand dass sich mein kind abnabelt, ein natürlicher prozeß. ich weiß das und werde nicht die gleichen fehler wie meine erzeugerin machen.

ich lasse sie also ziehen und gehe arbeiten und komm heim, gehe arbeiten und komm heim. ausser den katzen ist da niemand. keine ansprache, kein miteinander, da ist hausarbeit und vorkochen. niemand mit dem du dich austauschen kannst, niemand der dich in den arm nimmt, niemand der mit dir lacht, niemand der dir tränen wegwischt und dich auffängt.  ausflüge, erleben, alles allein. poste ich dann über soziale medien werde ich als unnatürlich und krank angesehen. ob ich denn nichts anderes habe und ob ich glaub irgendemand interessiert mein mist..

das ist der moment in dem ich mit bald 50 mein kartenhaus zusammenbrechen sehe, ich sehe in zeitlupe den herzbuben, die pik-as und die anderen karten im wind… langsam und bedächtig ziehen sie an mir vorbei und lachen mich aus. ich erkenne dass ich es verabsäumt habe freundschaften aufrecht zu halten, beziehungen waren immer zum scheitern verurteilt bzw. hatte ich die falschen partner. war ich brav und ruhig und habe akzeptiert war ich geduldet( …und ausgenutzt .sex ist nunmal keine zuneigung…)

wie als kind – war ich brav und vorbildlich, konnte man mich vorführen oder sich über mich profilieren war ich gut.

ja, ich habe wiederholt den fehler gemacht türen zu öffnen, dachte eine chance nicht immer allein sein zu müssen… humor, der passt… tja, die tsunamiwelle in form mangelnden vertrauens ( berechtigt…. sonst haut man nachher nicht verbal hin und bleibt Schulden und Versprechungen schuldig) hat mich gebranntes kind nicht lang verschont.

eine weitere welle der allergie samt schwarzem gedankengut bestimmen und lähmen mich… ich kann mich nicht konzentrieren, ich kann nichts mit mir anfangen … ausser dem ticken der uhr zu lauschen…

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